Dienstag, 24. November 2015

[Blogtour] "Sieben Heere" von Tobias O. Meißner


Gestern begann auf Literaturschock.de die Blogtour zu Tobias O. Meißners neuem Roman „Sieben Heere“ mit einer Rezension, heute sind wir dran. Ich möchte euch im Rahmen der Blogtour und des Romans ein bisschen etwas zu Frauen und Frauenfiguren in der High Fantasy erzählen, einem Thema, das mich persönlich sehr interessiert, und bei dessen Recherche mir meine Blogkolleginnen Luna und Ludovica sehr geholfen haben. Dabei kann ich gleich verraten, dass mir „Sieben Heere“ auch unter diesem Blickwinkel wirklich gut gefallen hat. Nicht nur ist „Sieben Heere“ wunderbar dichte, komplexe, atmosphärische High Fantasy rund um die Themen Krieg und Widerstand, rund um menschliche Abgründe, Hoffnung und Mut, aber auch Gewalt, der Roman wartet auch mit einer ganzen Schar an bunten, nuancierten Frauenfiguren auf. Und hier haben wir auch gleich die erste Problematik, die sich oft stellt, wenn man High Fantasy liest und die Meißner gekonnt umschifft: Frauenfiguren gibt es meist kaum welche. Und während die Männer in der High Fantasy meist die Helden sind, die Entscheidungen treffen, eigene Ziele verfolgen und am Ende den Sieg einfahren, sind die wenigen Frauenfiguren viel zu oft bloß passive Spielsteine, die hin und her geschoben werden. Sie sind Mütter oder Schwestern, die es zu rächen oder zu beschützen gilt, sie sind gütige, aber unfähige Königinnen, sie sind Love Interests, die am Ende der „Preis“ für den Heldenmut einer männlichen Figur sind. Aber ist das gut so? 

Die "starke" Frau - Von Varlie bis Hernyet 

Tobias O. Meißner aber legt mit „Sieben Heere“ High Fantasy vor, die diese ausgetretenen Wege weit hinter sich lässt. Nicht nur stellt er seinen Lesern eine ganze Reihe durchaus sympathischer, aber vor allem komplexer und unterschiedlicher Frauenfiguren abseits der beliebten Archetypen vor, er tut etwas, das leider bis heute in der High Fantasy für Erwachsene selten vorkommt: Seine Frauenfiguren haben eigene Ziele. Sie folgen eigenen Überzeugungen, sie sind aktiv in die Handlung verwickelt, nicht nur Spielsteine am Rande des Geschehens, die als Preis, Opfer oder Versuchung für den Helden dargestellt werden. Wir lernen die achtzehnjährige Varlie kennen, ein bildhübsches Mädchen, die zu Beginn des Romans im geblümten Kleid auf ihren Liebhaber wartet, aber sofort das Schwert in die Hand nimmt, als sie erfährt, dass ihr Dorf in Gefahr ist. Ihre sechzehnjährige Schwester Nendlèce, die zwar lieber Hosen trägt als Kleider, sich aber nicht im Klischee des wilden Tomboys verliert, sondern stattdessen ein tierliebes junges Mädchen ist, nicht so laut und eigensinnig wie Varlie, dafür aber die beste Läuferin im Dorf. Wir lernen Rauthne kennen, die bereits siebzigjährige Dorfschulze von Hagetmau, die zwar eine begabte Rednerin ist, aber Konfliktsituationen scheut, und die friedliebende, nüchterne Lehrerin Hernyet, die für ihre Überzeugung allerdings auch einzustehen weiß. 

Was mich an „Sieben Heere“ sofort fasziniert hat ist, dass von Anfang Gelingen und Scheitern des Vorhabens in den Händen zweier jugendlicher Mädchen liegt. Teenagermädchen sind wohl in unserer modernen Gesellschaft die am wenigsten ernstgenommene Gruppe. Und auch in der Welt von Varlie und Nendlèce ist das so, denn als Nendlèce berichtet, dass sie fremde Truppen auf das Dorf hat zumarschieren sehen, will ihr zuerst niemand glauben, weil sie ein junges Mädchen ist. Dass sich Nendlèce und ganz besonders Varlie trotzdem als junge Frauen im Zentrum der Handlung befinden, diese leiten und aktiv auf die Geschehnisse einwirken, ist für die High Fantasy auch im Jahr 2015 noch ungewöhnlich – aber sehr willkommen. Ich würde gern mehr High Fantasy wie „Sieben Heere“ in den Regalen in den Buchhandlungen stehen sehen. Mehr komplexe, gut erzählte High Fantasy voller Abgründe und Wendungen und interessanten, gut ausgearbeiteten Figuren, von denen nicht nur eine oder zwei Frauen sind, die das Geschehen aktiv in den Händen halten – und dabei noch so facettenreich und glaubhaft geschrieben, wie unter anderem Varlie. Einen weiteren Punkt, der die Freude an High Fantasy für mich nicht selten ein wenig dämpft, umgeht Meißner auch problemlos: Varlie muss ihre Weiblichkeit nicht aufgeben, um „stark“ sein zu können. Und auch das ist, selbst 2015 noch, etwas, das nicht selbstverständlich ist. 

Bis heute wird „typisch weibliches“ Verhalten oft als weniger wert, weniger ernstzunehmend, angesehen, was sich unter anderem im Klischee der „eiskalten Kriegerin“ spiegelt, die immer mal wieder durch die High Fantasy geistert. Sie ist völlig emotionslos, schwingt brüllend das Schwert und kämpft ihre Feinde einfach kalt nieder. Sie mag nach außen hin „stark“ wirken, ist deshalb aber trotzdem keine starke Frauenfigur, denn meist ist die eiskalte Kriegerin nicht nur absolut unzureichend charakterisiert, eher eine kalte Killermaschine als eine nachvollziehbare Frauenfigur, sie ist auch trotz ihrer Stärke passiv, trifft keine eigenen Entscheidungen, hat auf die eigentliche Handlung kaum Einfluss. Hier tut sich ein weiteres großes Problem der modernen High Fantasy auf: Viele Autoren glauben, es reicht, ihre Frauenfiguren typische „Männerarbeiten“ tun zu lassen, um starke Frauenfiguren zu schreiben. Dann sind sie Soldatinnen und Schmiede, Kämpferinnen oder eben kalte Kriegerinnen – aber trotzdem passiv, trotzdem leer, trotzdem keine gut ausgearbeiteten Frauenfiguren, denen unter dem Deckmäntelchen der „Starken Frau“ zudem alles Weibliche weggenommen wurde, weil man davon ausgeht, so wird aus einer Frau eine starke Frau. Was wirklich passiert ist doch aber, dass man alles "typisch" Weibliche abwertet, wenn eine Frau es aufgeben muss, um als "stark" verstanden zu werden. Es ist etwas furchtbar Unschönes daran, wenn Frauen, die sich "atypisch" verhalten, oder gar "typisch männlich", als besser und fähiger verstanden werden, als Frauen, die sich "typisch weiblich" geben. Mit Varlie und Nendlèce stellt Meißner zwei Mädchenfiguren vor, die abseits dieser Einteilung in "weiblich" und "unweiblich" existieren, ohne, dass das eine oder das andere als "weniger" abgewertet wird. 

In diesem Kontext gefallen mir in "Sieben Heere" allerdings nicht nur die Frauenfiguren sehr gut, sondern auch Baresin - der erwachsene Sohn von Rauthne. Baresin wird zu Beginn als weich und "weibisch" beschrieben, doch auch er ist eine starke, durchsetzungsfähige Person und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass sein Charakter, der vom typischen harten, männlichen Fantasyhelden stark abweicht, als etwas Schlechtes oder ein Makel dargestellt würde. Dazu kommt etwas, das ich in High Fantasy für Erwachsene generell noch nicht gelesen habe: Nicht nur bezieht Tobias O. Meißner die meisten Frauenfiguren wie bereits erwähnt aktiv in die Handlung mit ein - er thematisiert auch die Belänge, die sie bei der Belagerung ihres Dorfes interessieren. Die Frauen von Hagetmau überlegen sich Pläne, was sie tun können, um sexuelle Übergriffe durch die fremden Truppen zu vermeiden, ein Thema, das in High Fantasy sehr oft unter den Tisch fällt. Meist werden Frauen in der High Fantasy in solchen Situationen als hilflos und auf den Schutz der Männer angewiesen dargestellt, doch während die Männer mithelfen wollen, die Frauen zu schützen und deren Bedenken nicht unter den Tisch kehren (was im Genre auch nicht selbstverständlich ist!), sind es die Frauen selbst, die Pläne schmieden und sich aktiv zur Wehr setzen. Und genau das, dieses Zusammenspiel zwischen weiblichen und männlichen Figuren, das Begegnen auf einer Augenhöhe, zieht sich durch den gesamten Roman. So sollte es immer sein, oder? Ist es aber leider nicht. 

Passiv, aktiv - Frauenfiguren in der High Fantasy 

Tobias O. Meißner aber geht den richtigen Weg: Seine Frauenfiguren sind keine Abziehbildchen oder Idealvorstellungen, sie sind Menschen. Und das ist es doch, was vielen Autoren und Autorinnen nicht gelingt: Frauen als Menschen zu schreiben, die genauso Ziele haben, genauso Wünsche und Eigenschaften und Widersprüchlichkeiten wie männliche Figuren. Meißner schreibt Frauenfiguren, die nicht ihre gesamte Weiblichkeit ablegen müssen, um „stark“ zu sein, wie Varlie oder auch Hernyet, doch er schreibt auch Figuren wie Nendlèce, die von Anfang an wenig Interesse an typisch weiblichen Dingen hat und eben einfach ein Mädchen mit anderen Interessen ist, als es die starren Geschlechterrollen vorgeben. Es ist diese Vielfalt an Frauenfiguren, die die einzelnen Frauen in „Sieben Heere“ wirklich leuchten lässt, denn es gelingt Tobias O. Meißner ganz wunderbar, realistische Frauen zu schreiben, verschiedene Charaktere mit unterschiedlichen Interessen und Wünschen, wie es einfach viel zu selten passiert. Das hat für mich einen großen Teil des Lesespaßes ausgemacht, den ich mit "Sieben Heere" hatte. Nicht nur die Männer wissen hier zu überraschen und über sich hinauszuwachsen, wie zum Beispiel Baresin, der mir als Figur mindestens genauso gut gefallen hat wie meine Lieblingsfigur Varlie - auch die Frauen tun dies. 

Dass Frauenfiguren allerdings auch heute noch besonders in der epischen, heroischen High Fantasy meistens bloß passive Nebenrollen spielen, ist die Folge von Jahrhunderte alten Klischees und Stigmata, die sich durch die Literatur ziehen wie ein roter Faden und nicht nur diese betreffen, sondern unser gesamtes gesellschaftliches Zusammenleben. Meist übernehmen besonders moderne Autoren und Autorinnen diese ganz unbewusst in ihre Erzählungen – man kann und sollte ihnen keinen bösen Willen unterstellen, sondern vielleicht einfach ein unbedachtes Übernehmen alter Muster, die jedoch unbedingt überdacht werden sollten. Schaut man sich mittelalterliche Heldenepen an, die sehr gut als Vorgänger unserer High Fantasy verstanden werden können, sieht man genau die Muster, die in High Fantasy heute noch benutzt werden. Frauen können gut sein: Dann sind sie Heilerinnen oder gütige Königinnen, die beschützt werden müssen, sie sind fragil und samftmütig, weich, warm und liebevoll. Oft sind sie das Liebesinteresse der männlichen Heldenfigur, das erobert werden muss. Frauen können jedoch auch böse sein: Dann haben sie zwar Macht, setzen sie aber kaltherzig und berechnend für die falschen Zwecke ein, oder sie sind düstere Verführerinnen, während gute Frauen natürlich meist unschuldig sind. Beide dieser Frauentypen haben aber eben eines gemeinsam: Sie sind schmerzhaft passiv, sie treffen keine Entscheidungen aus eigener Überzeugung, sie agieren, um die meist männlichen Helden zu fördern oder auf ihrem Weg zum Heldentum aufzuhalten, niemals für sich selbst. 

Interessant ist auch, dass Frauenfiguren, die in diesem Kontext durchaus eigene Ziele verfolgen, nach Macht oder Ansehen streben, dafür meist bestraft werden oder aber alle anderen um sich herum mit den eigenen Zielen in den Abgrund reißen – schaut man sich Guinevere an, die schöne Königin aus den mittelalterlichen Artusromanen, wird dieser Konflikt besonders deutlich. Als Guinevere aufhört, die gute Königin an Arthurs Seite zu sein und es sich erlaubt zu dem Mann zu gehen, den sie wirklich liebt, besiegelt sie nicht nur das Schicksal von Arthur und Camelot, sondern das von ganz Britannien. Ihre „Selbstsucht“ führt zum Untergang, ein Motiv, das auch in der modernen High Fantasy immer wieder auftaucht, nicht nur in den unzähligen modernen Nacherzählungen des Stoffes. Wenn Frauenfiguren Ziele haben und für sich selbst einstehen, sind sie „selbstsüchtig“ und stellen damit Unheil an. Haben aber männliche Figuren Ziele und stehen für sich selbst ein, sind sie meist die positiv behafteten Helden der Geschichte. Ein Widerspruch, der eigentlich der Vergangenheit angehören sollte, sich aber bis heute durch das Genre zieht. Zu erklären, wie dieser Widerspruch entstand, würde nun zu weit führen, ist aber möglich. Die Erklärung ist verwurzelt in uralten Geschlechterrollen, die wir trotz unserer modernen Gesellschaft nicht abschütteln zu können scheinen.

Echte Frauen, neue Welten

Wichtig aber ist, sich darüber bewusst zu machen, dass diese Muster existieren und, dass sie durchaus schädlich sind. In den meisten High-Fantasy-Romanen gibt es wenige Frauenfiguren und meist keine in einer Hauptrolle, die eigene Ziele verfolgt. Viele Autoren „reden sich heraus“, indem sie auf den historisch inspirierten Charakter ihrer Romane verweisen und darauf, dass in der Vergangenheit Männer das Sagen gehabt hätten. Das finde ich aus zwei Gründen heraus nicht haltbar: Erstens ist jedem, der sich ein wenig in der Weltgeschichte auskennt, sicherlich bewusst, dass es unzählige aktive Frauen gegeben hat, die etwas erreicht und verändert haben. Ada Lovelace, die Erfinderin des Computers, könnte man hier nennen, Frauen wie die Piratinnen Anne Bonny oder Zheng Yisao, Herrscherinnen, Schriftstellerinnen, Kriegerinnen und viele mehr. Zweitens ist High Fantasy kein Spiegel unserer realen Weltgeschichte. Sie mag von ihr inspiriert sein, aber darüber hinaus hat der Autor die Zügel selbst in der Hand. Und moderne Autoren der High Fantasy, die vielleicht dazu neigen unterbewusst alte Muster in ihren Geschichten zu verarbeiten, sollten sich darüber bewusst sein. Die Frage ist doch, was sinnvoller ist: Romane, in denen ein, zwei passive Frauen vorkommen und sonst nur (meist heterosexuelle) Männer, oder Romane mit runden, facettenreichen Frauenfiguren, die zu überraschen wissen, die realistisch daherkommen und - genau wie die männlichen Figuren - eigene Ziele verfolgen und für sich selbst einstehen. 

"Sieben Heere" ist auf allen Ebenen ein wirklich guter Roman. Richtig gute, aufregende, packende, durchaus düstere High Fantasy. Doch die tollen, vielschichtigen Frauenfiguren, die nicht nur passiv den Handlungsbogen einer männlichen Figur unterstützen, sondern ihre eigenen Bögen haben, aktiv ins Geschehen eingreifen, setzen dem Roman die Krone auf. Und deshalb möchte ich mehr Romane lesen, die so sind wie Tobias O. Meißners "Sieben Heere". Weil wir Figuren wie Varlie, Nendlèce und Rauthne brauchen, Figuren abseits von Idealvorstellungen oder Rollenbildern, Frauenfiguren, die eben einfach Menschen sind, alt oder jung, "typisch weiblich" oder nicht, mit Schwächen, Stärken, Abgründen, Zielen, Wünschen und Emotionen. Denn darin liegt die "Stärke" einer weiblichen Figur, nicht etwa darin, wie viele Feinde sie tötet, wie hart und unweiblich sie ist oder wie viele Schwerter sie auf einmal schwingen kann. Darin liegt die Lösung des Problems: Wenn mehr Autoren so tolle, menschliche Frauenfiguren schreiben würden, wie Tobias O. Meißner, dann sähe die Welt der High Fantasy bald wieder bunter aus, aufregender - und vor allem ein ganzes Stück weit realistischer und inklusiver. Denn auch Frauen lesen High Fantasy. Und wir finden uns gern in Figuren wie Varlie wieder, die echt wirken. Menschlich. Weil wir Menschen sind. 

Abschließend ist zu sagen, dass die oben beschriebenen Muster, Klischees und Rollenbilder sich natürlich nicht in jedem High-Fantasy-Roman finden lassen. Ich bin ein großer Fan des Genres und habe schon sehr viele schöne Romane gelesen und natürlich auch welche, die mir trotz dieser Muster gut gefallen haben. Trotzdem lassen sie sich in auffallend vielen Werken des Genres finden, ein Umstand, der sich ändert, wenn auch nur langsam. Mit "Sieben Heere" legt Tobias Meißner allerdings einen Roman vor, der nicht nur generell ganz großes Kino ist, sondern auch auf diesem Gebiet hervor sticht. Ich hoffe, ich konnte euch heute einen kleinen Einblick in das Thema Frauen in der High Fantasy geben und euch Lust auf "Sieben Heere" machen - glaubt mir, falls ihr High Fantasy mögt, solltet ihr diesen Roman nicht auslassen. Viel Spaß mit dem Roman, den weiteren Artikeln der Blogtour und natürlich mit dem Gewinnspiel zum Buch! 

Gewinnspiel

Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen! Wenn ihr je eines von insgesamt fünf gedruckten Büchern oder je eines von insgesamt fünf eBooks gewinnen möchtet, erzählt uns in den Kommentaren einfach, welche Frauen euch in der High Fantasy gut gefallen haben und weshalb ihr eine Ausgabe von "Sieben Heere" von Tobias O. Meißner gewinnen möchtet. Am 28. November werden dann von Susanne von Literaturschock die Gewinner ausgelost und auf Literaturschock bekannt gegeben. Ob ihr eines der Bücher gewonnen habt, erfahrt ihr natürlich auch per E-Mail. Bitte gebt in eurem Kommentar auch unbedingt an, ob ihr lieber ein eBook oder ein gedrucktes Buch gewinnen würdet. Der Doppelgewinn ist ausgeschlossen. Viel Spaß und viel Glück!

Wo geht es weiter?

24. November: Books&Pride : Frauen (hier!) 
25. November: Schattenwege : Widerstand 
26. November: Phantastisch Lesen : Einordnung 
27. November: Book-Walk : Interview
28. November: Auslosung auf Literaturschock.de

Vielen Dank an den Piper-Verlag, Tobias O. Meißner und die anderen Teilnehmer dafür, dass diese Blogtour stattfindet und wir ein Teil davon sein dürfen! Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß mit den Beiträgen zu "Sieben Heere" auf den anderen teilnehmenden Blogs! 

Kommentare:

  1. Schöner Artikel. Ich habe keine Ahnung, was du unter 'High Fantasy' verstehst, und was ich mir darunter vorstellen sollte. Starke Frauenfiguren sind aber Kate und Emma, aus John Stephens' Trilogie Books of Beginnings. Zugegeben, sie sind am Anfang der Reihe Kinder, aber Kate ist zum Schluss ein Teenager. Sie verfolgen eigene Ziele, wenngleich ihnen dieses Ziel quasi aufgedrückt wird, aber sie müssen ihre eigenen Entscheidungen treffen, und auf ihren Schultern ruht der Erfolg oder Misserfolg. Es gibt auch noch einen Bruder, aber Kate ist die Hauptprotagonistin an der alles hängt.
    Wie schon Suses Rezension gestern, macht auch dein Beitrag große Lust, die Sieben Heere zu lesen. :)

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  2. Toller Post, der mich auch wirklich mal über diese Klischees nachdenken lies. Als positives Beispiel kann ich hier die Riyria Chroniken von Michael J. Sullivan nennen. Diese haben mit Arista eine starke Frauenfigur, die komplex geschrieben ist und sich im Verlauf der Geschichte immer mehr entwickelt, ohne dabei ihre weibliche Seite zu verlieren.

    Interesse hätte ich am gedruckten Buch von Sieben Heere und springe dafür in den Lostopf :)

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  3. Hallo Luna und Carmi,
    ich würde das Buch sehr gern lesen, es klingt spannend und unterhaltsam. Frauen scheinen in dem Buch ja auch eine größere Rolle zu spielen.
    Fantastik ist eigentlich nicht mein Genre, aber hier könnte ich mir einen Exkurs dahin vorstellen.
    LG
    Yvonne

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  4. Hallo=)

    Toller Artikel und so wahr - leider. Ich lese auch sehr oft und viel High Fantasy und kann deine Aussagen was das betrifft vollkommen unterschreiben. Entweder sind Frauen die Opfer die gerettet werden müssen, schmückendes Beiwerk oder Trophäe oder gar emotionslose Killerinnen. Von Stärke ist da für mich nie die Rede.
    Mich stört es auch insgesamt das wir Frauen in den meisten Büchern als unselbständige Trullas dargestellt werden die kaum mehr zu einer normalen Existenz fähig sind wenn zb. der Traummann auftaucht. Dann verlieren die meisten weiblichen Charaktere auch noch den Rest ihrer Selbst.
    Auf Fantasy bezogen hast du schon alles genannt. Ich finde sowas richtig traurig, man mag sich ja nicht nur mit Männern durch die Bücher lesen, man will auch mal eine Frau mit der man sich identifizieren kann.
    Sieben Heere klingt von daher schon richtig interessant, es scheint da endlich mal Personen zu geben die authentisch sind.

    Wenn ich so nachdenke fallen mir nur wenige Romane mit Frauen ein die mir richtig gefallen haben; Throne of Glass, da mochte ich die Hauptprota sehr gerne und Death Marked von Lea Cypress. Das sind so meine Bücher mit den Frauen die ich bis dato gut leiden kann =)

    Liebe Grüße
    Lilly
    .
    Baby,the Stars shine bright.. Blog

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  5. Hi und Hallo,
    in den großen High Fantasy Welten tummeln sich ja eher die Männer,
    also habe ich mir Bücher aus der Jugend-High-Fantasy ausgesucht:
    Da Beste daran, geschrieben von Frauen!
    Serafina - Rachel Hartman
    Prinzessin Kelsea aus Königin der Schatten von Erika Johansen
    Kyndra aus Naris von Lucy Hounsom
    Eona Drachentochter - Alison Goodman
    Lena aus Elvancor von Aileen P. Roberts
    P.S. Nach deinem Blogbeitrag liegt es jetzt nahe zu sagen, ich möchte das Buch lesen, weil ich auf ihre Heldinnen gespannt bin..
    Ich bewerbe mich um ein Print, liebe Grüße, SABO

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  6. Hallo,

    ich finde Mara aus "Mara und der Feuerbringer" toll... da sie auf den ersten Blick gar nicht so aussieht als könnte sie die Welt retten :) Ich würde gern "Sieben Heere" lesen, da ich immer auf der Suche nach guter Fantasy bin :)

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  7. Hallo und vielen Dank für diesen super ausführlichen Beitrag zur Blogtour! Mir gefallen in der High Fantasy u. a. folgende Frauen:

    - Sina, die Protagonistin in "Das Vermächtnis der Wölfe" von Farina de Waard
    - Lucy aus Die Chroniken von Narnia
    - Swetlana, die große Zauberin aus "Die Wächter der Nacht" (und den folgenden Romanen)

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  8. Huhuuu,

    vielen Dank für den tollen heutigen Beitrag :D
    Ich hab jetzt echt mal nachgedacht und soviele starke Frauen sind gar nicht vertreten.
    Mir persönlich gefällt Sonea in Trudi Canavan's Gilde der schwarzen Magier, oder ihre eigenen Bücher Sonea-Die Hüterin, Sonea - Die Heilerin und Sonea - Die Königin.
    Da ich "Die Dämonen" gelesen habe, bin ich nun auf sein neustes Werk gespannt.
    Ich würde mich für ein Print bewerben, damit mein Dad es auch einmal lesen könnte. Bei Fantasy teilen wir gerne mal :D

    Lieben Gruß, Yvonne
    yvonne.rauchbach@freenet.de

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  9. Guten Morgen!
    Wow, da hast du dir aber wirklich viel Mühe gegeben! Ich hatte da anscheinend Glück bisher, denn es gab doch so einige Bücher, in denen Frauen eine wichtige und respektierte Rolle gespielt haben - alleine schon in Game of Thrones (Das Lied von Eis und Feuer) sind ja einige starke Frauen dabei ;)
    Aber auch in der Dämonen Reihe von Peter V. Brett oder der Codex Alera Reihe von Jim Butcher oder in der Sonea Reihe von Trudi Canavan.
    Mir ist das deshalb bisher eigentlich noch nie so aufgefallen, dass die Frauenrolle keine "Rolle" spielt, ich hab da als Beispiel eigentlich nur "Herr der Ringe" im Kopf :D

    Liebste Grüße, Aleshanee
    aleshanee75[at]gmail.com

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  10. Die Betrachtung der "starken" Frauen in Zusammenhang mit "Sieben Heere" finde ich sehr interessant. Ich musste beim Lesen oft zustimmend mit dem Kopf nicken. Ich glaube sehr, dass wir schon bald nicht mehr an die gängigen Rolllenklischees denken werden. Es ist nicht zuletzt ein Thema der Zeit. Schaue ich mich um, sehe ich viele Mädchen die zielstrebig und selbstbewusst durchs Leben gehen. Ich beobachte aber auch, dass Jungs heute viel weicher sein "dürfen" als früher. So wie vielleicht Baresin aus dem Buch.

    In der High Fantasy finde ich Arwen aus "Herr der Ringe" richtig gut, als sie sich gegen ihres Vaters Haltung stellt. Sie entscheidet sich nicht wegzusehen, sondern zu handeln und damit auch für ein endliches Leben und die Liebe.

    Susann

    spiky-darkpunk(at)gmx.de

    Wunsch: Ein gedrucktes Werk

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  11. Huhu! :)

    Frauen in High Fantasy sind ja eher selten, oder zumindest habe ich bisher noch nicht von vielen HF Heldinnen gelesen. (Wie dein Bericht ja auch aufzeigt - übrigens: dickes Kompliment, du hast dir echt Mühe gegeben!! :D) Ein paar ließen aber bleibenden Eindruck bei mir zrück: Zum Beispiel wären da weibliche Figuren wie Arya, Brienne von Tarth und Daenerys in der "Das Lied von Eis und Feuer" Reihe. Oder Dubhe aus "Die Schattenkämpferin". Und gerade weil man nur so selten von "starken Frauen" liest würde ich gerne "Sieben Heere" lesen. :D

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    bookblossom@yahoo.com

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  12. Ich würde Sieben Heere sehr gerne lesen, da ich immer auf der Suche nach neuen guten Fantasy Büchern bin.
    Als starke Frauenfigur fällt mir immer direkt die Protagonistin in Kristin Cashores "Die Beschenkte" ein (ich weiß leider gerade ihren Namen nicht).
    LG Jessy

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  13. Danke, Dein Beitrag hat mich sehr neugierig auf die 'Sieben Heere' gemacht. Ich habe noch nichts von Meißner gelesen, es wird wohl Zeit das zu ändern.
    Die Verlosung ist bereits vorbei, aber beim Lesen Deines Beitrag fällt mir spontan 'Homunkulus' ein. In dem Buch spielt eine Frau die Hauptrolle, sie ist auf dem ersten Blick eine der 'starken Frauen' der Fantasy im Sinne einer schwertschwingenden Kampfheldin, tatsächlich diskutiert dieses Buch aber genau diese geschlechtsspezifischen Klischees und spannt dabei in großartigen Bildern auch einen Bogen zu unserer jetzigen Gesellschaft, ihren Geschlechterrollen und den von unserer Gesellschaft anerkannten gesellschaftlichen Zielen.
    Mit den richtigen Lesern wäre das ein ideales Buch für eine Leserunde, leider findet man in der Fantasy aber eher selten Mitleser, die über die vordergründige Action hinausschauen. (Tiefer Seufzer... Ich würde so gerne mit 'Zwischen den Zeilen'-Lesern in einer Leserunde über dieses Buch diskutieren...)
    Ein großartiges Buch, nicht davon abschrecken lassen, dass der Autor Horus W. Odenthal ein Selfpublisher ist, in diesem Fall dürfte tatsächlich die hohe Qualität das Problem sein (wenn ich die Rezensionen bei Meißners Bücher an den einschlägigen Stellen sehe, scheint er ein ähnliches Problem zu haben, wie einige andere 'literarische' Fantasyautoren auch. Richard Morgan fällt mir da spontan ein. Solche Autoren ziehen 'Rezessionen' an...)
    Ist 'Sieben Heere' das beste Buch um bei Meißner einzusteigen oder liest man besser ein anderes zuerst?

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